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Last update: Donnerstag, 22.12.2011
Der Huf

Der Huf

"Ohne Huf kein Pferd" heisst es. Gemeint ist: Was nutzt das schönste Pferd mit dem korrektesten Fundament, wenn die Hufe nichts taugen? Genau, es nutzt nichts.

Funktion der Hufe

Die Hufe vermitteln den Kontakt des Pferdekörpers mit dem Boden. Sie werden in den verschiedenen Gangarten und beim Springen stark belastet. Diese Belastung wirkt umso häufiger auf den Huf ein, je höher die Geschwindigkeit ist. Sie führt zu einer kurzfristigen Verformung des Hufes, der elastisch genug sein muss, um praktisch sofort wieder seine Normalgestalt anzunehmen. Was sich hier abspielt, wird mit Hufmechanismus bezeichnet.

Form der Hufe

Huf von untenEin guter Huf zeichnet sich nicht nur durch eine gesunde Hornwand oder einen guten Strahl aus. Er muss auch die statischen Voraussetzungen haben, um die auftretenden Kräfte optimal aufnehmen zu können. Ein gut geformter Huf hat mehrere Merkmale. Von der Seite gesehen bildet die Vorderwand des Vorderhufes mit dem Boden einen Winkel von 45-50 Grad, am steileren Hinterhuf beträgt der Winkel 50-55 Grad. Diese Winkel setzen sich auch in den Fesseln fort. Also: Es darf kein Bruch in der Linie Huf - Fessel auftreten! Von vorne gesehen sind die Hufe symmetrisch. Es ist gleichviel Hufwand rechts und links der Mittelachse zu sehen. Das gilt für den "runderen" Vorderhuf wie für den schmaleren, eher oval geformten Hinterhuf. Blickt man von hinten auf den Huf, sozusagen in den Huf hinein, dann wird bei korrektem Bau wieder die Symmetrie sichtbar. In gleichmässigem Bogen strebt die Hufwand von den Trachtenwinkeln nach aussen.

Grösse der Hufe

Die Grösse der Hufe ist einerseits ein Rassemerkmal, andererseits abhängig von der Grösse des Pferdes. Araber haben kleinere Hufe als Warmblüter, ein grosser Warmblüter hat grössere Hufe als ein kleiner Warmblüter. Ein grosses, schweres Pferd und ein kleiner Huf - das passt eben nicht. Umgekehrt wird auch kein Schuh draus. Es bedarf eines geübten Blickes, um feststellen zu können, ob die Hufe dem Pferd entsprechen und ob sie von ihrer Qualität und ihrer Bauform her den Belastungen voraussichtlich standhalten.

Farbe und Qualität

Dass zum Beispiel gleichmässig dunkle Hufe von besserer Qualität sind als helle oder gemischt hell-dunkle Hufe ist eine weit verbreitete Ansicht. Diese lässt sich allerdings nicht belegen. Von der Farbe sollte man daher nicht abhängig machen, ob das Pferd barfuss laufen soll oder beschlagen werden muss. Es ist sinnvoll, sich mit seinem Hufschmied zu beraten. Er wird bei der Entscheidung helfen, indem er die Qualität der Hufe, den Boden, auf dem gearbeitet wird, und auch den Verwendungszweck des Pferdes berücksichtigt.

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